Kleine Revolution

Mit dem Marktstart 1982 gab es einen Baby-Benz, und damit auch den Urahnen der heutigen C-Klasse.

Intern heißt er W201. Seine Vorgeschichte beginnt 1973; mit ein Grund für den Blick in die Mittelklasse war die verschärfte Regelung des Flottenverbrauches in den USA. Ein echter Mercedes-Benz sollte er werden, mit markentypischem Standard bei Fahrkultur und Sicherheit.

Bruno Sacco zeichnete die aerodynamisch günstige Außenhaut, die damals für erbitterte Diskussionen sorgte.

Foto: Daimler

Motorisch gab es am Anfang zwei Vierzylinder-Benziner: Den 190 mit Vergaser und 66 kW/90 PS sowie den 190 E mit Benzineinspritzung und 90 kW/122 PS. Stärkster Benziner war ab 1986 der Sechszylinder 190 E 2.6 (122 kW/166 PS).

Mercedes ohne Diesel geht nicht: mit 1983 kam der 190 D (53 kW/72 PS) dazu, ab Herbst 1987 der 190 D 2.5 Turbo mit fünf Zylindern (90 kW/122 PS).

Der sportliche Teil

…begann mit dem 190 E 2.3-16. Er sollte ursprünglich ein Rallyeauto werden, aber ohne Allrad ging dort nichts mehr.

Nach einigen Weltrekorden auf der Teststrecke von Nardò und einem Gastauftritt bei der Eröffnung des neuen Nürburgrings (Niki Lauda wurde nur vom jungen Ayrton Senna geschlagen) kam 1985 der Einstieg in die DTM, von 1988 an dann mit Werkssupport.

Foto: Daimler

Ab 1990 prägt die nächste Ausbaustufe 190 E 2.5-16 Evolution II (in Serie 173 kW/235 PS) dort das Geschehen mit. In dieser Zeit holt Mercedes-Benz zwei Markentitel (1991 und 1992); Klaus Ludwig wird 1992 deutscher Tourenwagenmeister.

Von der Baureihe W 201 wurden bis August 1993 1.879.630 Fahrzeuge gebaut. Der Nachfolger hieß W202 und war die erste C-Klasse.

Foto: Daimler
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